Chronik
Fünfzehn
aktive Fußballer saßen an einem Oktober-Abend des Jahres 1907 im „Bayerischen
Hof“ und hoben den Club aus der Taufe. Von den Gründungsmitgliedern lebt
inzwischen keines mehr, doch aus den Erzählungen dieser Männer (z.B. Martin
Spieler) und der anderen Alten Herren
(z.B. Cornel, Pfanner) haben wir doch
einiges übernehmen können.
Im Jahre 1909 trat der FC Lindenberg zum ersten Mal an die Öffentlichkeit. In Immenstadt gewann der FCL 3:2. Unter dem 19. August 1909 finden wir die Mannschaftsaufstellung gegen den FC Wangen: Ganter im Tor; Cornel und Huber in der Verteidigung; Flachs, Georg Wiedemann und Haas in der Läuferreihe; Keller, Fink, Stadelmann, Bernhard und Ernst Pfanner im Sturm. Vor dem ersten Weltkrieg wurden lediglich Freundschaftsspiele vereinbart. Erst danach ging es um Punkte und um Auf- und Abstieg. 1921 schon erkämpfte sich der FCL auf neutralem Platz in Kempten auf 40cm Schnee gegen Füssen den Aufstieg in die A-Klasse. Im August 1924 verloren die Lindenberger gegen Vienna Wien 3:9. Deutlich, aber im Tor der Wiener stand der weltberühmte Hiden und als Verteidiger spielte der legendäre Sesta. In der Saison 1937/38 errang der FCL 07 die Bodensee-Meisterschaft. Vor 800 Zuschauern gewann der FCL im Jahre 1946 gegen den FC Wangen mit 6:0 und holte sich somit die Meisterschaft der Bezirksklasse Oberschwaben-Bodensee.
In den darauffolgenden Jahren spielten die Bergstädter eine gute Rolle in der neugegründeten württembergischen Landesliga Süd und in der II. Amateurliga. Highlight war das Spiel gegen den FC Bayern München im Jahre 1954 (6:2 für Bayern). Beim FCL spielten damals: Berger, Zendler, Seitz, Salein, Happold, Spohn, Bergmann, Nolte, Grundl, Wagner Siegfried (damals Mannschaftsführer und 1. Vorsitzender bis 1996) und Schlachter. 1959 dann der Abstieg, 1961 wieder der Aufstieg in die II. Amateurliga, 1962 wieder der Abstieg. Damals mit Felder Hans (Spielausschuß), Leimkötter, Walser, Erlebach, Müller, Stadelmann, Jung, Hartinger, Geißwinkler, Popp, Rimek und Felder Egon. 1965/1966 mit dabei: Milz Gerd, Binser Heinz, Kunhardt Ulrich, Traut Artur, Sornberger Friedl, Merk Werner.
In den siebzigern Jahren wechselte der FCL zwischen B-Klasse und A-Klasse hin und her. Erst in der Saison 1981/1982 der langersehnte Aufstieg in die Bezirksliga. Spielertrainer Uli Failenschmid, Schröpfer Franz, Frach Peter, Hindelang Klaus, Schröpfer Richard, Vogginger Karl, Ammer Manfred, Salger Helmut, Krautwurst Charly, Haggenmiller Alfons, Bauer Jürgen und Roth Hubert waren damals die Garanten für den Aufstieg.
1984 dann der Um- und Neubau
des Vereinsheimes (65.000 Euro Aufwendungen), 1987/1988 Aufstieg in die
Landesliga unter Spielertrainer Wolfgang Steinbach. 1989/1990 Abstieg in die
Bezirksliga, 1991 Bezirkspokalsieger mit Trainer Wolfgang Kolb nach einem Sieg
im Elfmeterschießen gegen Weiler in Opfenbach. Saison 1992/1993: Ein Tor fehlte
um in die Landesliga aufzusteigen.
15. Oktober 1993: Einweihung des
Kunstrasenplatzes an der Sedanstraße. 1993/1994 Aufstieg in die Landesliga
unter Trainer Dieter Hubertz.
Danach folgten 6 tolle Fußballjahre in der Landesliga, denn der FCL sorgte mit einem technisch feinen Fußball für Furore, wurde sogar Herbstmeister unter Trainer Thomas Fuchs und holte sich viel Sympathien in Oberschwaben. Zum 90-jährigen FCL-Jubiläum konnte man den Deutschen Pokalsieger VfB Stuttgart verpflichten. 1.500 Zuschauer sahen einen 13:1-Sieg des Bundesligisten.
Dann aber im Jahre 2000 - bedingt durch einen personellen Generationswechsel - der Abstieg in die Bezirksliga. Vier Jahre später dann die Ernüchterung - Abstieg in die Kreisliga A -. In der Folgezeit wechselten Höhen und Tiefen.
Erneuter Aufstieg unter Trainer Herbert Spingler -ein Jahr später wieder der Abstieg-. Auch unter Trainer Sigi Koch wiederholte sich dieser Rhytmus -Aufstieg- Abstieg (2006-2008). Ein absoluter Höhepunkt für den FCL wurde dann die 100-Jahrfeier auf dem Stadtplatz. Ein gelungenes Fest für alle Lindenberger, geprägt von einer mustergültigen Orangisation und einem tollen Rahmenprogramm (u.a. mit der Mannschaft des "Jahrhunderts" und Bundesliga-TW Markus Miller). Das erfreuliche Fazit für die Verantwortlichen: der FCL konnte seine langjährige Schuldenlast dank dieser Veranstaltung endgültig ausgleichen.
Nunmehr kickt der FCL seit 3 Jahren in der Kreisliga -weder Dieter Weinert, noch dem Trainergespann Nito Ferreiro/Silvano Nardelli gelang der ersehnte Aufstieg in die Bezirksliga. Dies wird in der kommenden Saison erneut mit Trainer Dieter Weinert und einer neu gewählten Vereinsführung.
